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17.01.2020 21:03 Alter: 36 days
Kategorie: Schule allgemein Schule allgemein

248 Briefe für Menschenrechte

Die Klassen 11LGB, 11 INA, 12 INB und 11 BG mit ihren Lehrerinnen Frau Lederer und Frau Becker setzen sich mit den Werten der Menschenrechte auseinander.


Das Thema Menschenrecht ist nicht nur ein Unterrichtsthema, sondern es geht uns alle etwas an! Um jungen Erwachsenen dieses Thema nicht nur abstrakt zu vermitteln, ist es wichtig, ihnen Einzelfälle von Menschenrechtsverletzungen und die daraus resultierenden Folgen für die Einzelpersonen aufzuzeigen.
Weiterhin sollte den Schülerinnen und Schüler verdeutlicht werden, dass Menschenrechte nicht nur ein Thema in anderen Ländern sind (zum Beispiel die Teilnahme an Demonstrationen oder freie Meinungsäußerung in sozialen Medien). Viel mehr erheben auch wir tagtäglich Anspruch auf unsere Menschenrechte und dies sollte selbstverständlich sein.

Menschenrechte können nur dann geschützt werden, wenn wir sie auch kennen.

Briefe schreiben kann Leben retten! Dies hat der weltweite Briefmarathon von Amnesty International bereits in den letzten Jahren bewiesen. Innerhalb von wenigen Tagen schrieben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt Millionen Briefe.
An dieser Aktion beteiligten sich in diesem Jahre auch die Klassen 11 LG B, 11 IN A, 11 IN B, 12 IN B und 11 BG mit ihren Lehrerinnen Frau Lederer und Frau Becker. Durch die Teilnahme drückten die Schülerinnen und Schüler in 248 Briefen ihre Solidarität zu Menschen aus, die sich gerade in Gefahr befinden und appellierten an die jeweiligen Regierungen auf die Menschenrechte zu achten. Für die jungen Erwachsenen bestand in den Unterrichtsstunden eine tolle Möglichkeit, sich einmal mit den Werten der Menschenrechte auseinanderzusetzen, indem sie sich in die Situation von realen Menschen hineinversetzen und die akute Verletzung ihrer jeweiligen Rechte kennenlernen. Darüber hinaus lernten sie verschiedene Perspektiven einzunehmen sowie sich mit unterschiedlichen Meinungen zu beschäftigen. Am Ende beteiligten sich die jungen Menschen gerne an den Briefen, denn jeder Brief zählt und kann Folter verhindern, Menschen vor unfairen Prozessen bewahren und Leben retten. Die Teilnahme am Briefmarathon stellt einen Weg dar, um das Bewusstsein für Menschenrechte, Verantwortung und Unrecht zu stärken und darüber hinaus für den Wert der Menschenrechte zu sensibilisieren. Weiterhin erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Gespür dafür, dass es viele Orte auf unserer Welt gibt, an denen man für Dinge bestraft wird, die für uns als selbstverständlich gelten. Der Briefmarathon an Schulen zählt seit 2017 zu dem vom Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen empfohlenen Programmen zur Stärkung von Demokratie und der Erinnerungskultur. Die Briefe und Postkarten der Schülerinnen und Schüler wurden gesammelt an Amnesty International versandt und von dort per Post an die zuständigen Institutionen geschickt.