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10.04.2019 19:35 Alter: 16 days
Kategorie: Schule allgemein Schule allgemein

Plastik – die neue Umweltgefahr lauert überall

Die Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule der Peter-Paul-Cahensly-Schule Limburg haben das Thema Plastik zu „ihrem“ Thema gemacht. Und förderten dabei den europäischen Gedanken.


Für die Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule, Fachbereich Fremdsprachensekretariat, stand in ihrem Projekt das Thema Umwelt, insbesondere die Diskussion um den Plastikmüll, im Mittelpunkt.

Angeregt hatte das Projekt die Politiklehrerin Dr. Christine Schneider, die mit ihrem Vorhaben nicht nur die Grenzen der Fächer Politik, Englisch und Datenverarbeitung überwinden will, sondern auch den europäischen Gedanken fördern möchte. Das Projekt „Let’s make a move – European citizen fighting the plastic ocean“, das in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der europäischen Plastikstrategie der Europäischen Kommission steht, soll Wege aufzeigen, wie der hohe Plastikverbrauch im Alltag der Menschen vermieden werden kann.

Europaweiter Austausch

Nicht nur die klassische Fächeraufteilung sollte beim Projekt aufgehoben werden, sondern vielmehr galt es, die interkulturelle Verständigung innerhalb Europas zu fördern. „Bei diesem Projekt gehen sprachliche und politische Bildung miteinander einher“, so die Pädagogin Dr. Schneider. Denn schließlich mussten sich die angehenden Fremdsprachenexperten bei ihrem Projekt mit anderen Schulen in der Europäischen Union auseinandersetzen und koordinieren. Und dafür gab es nur eine Sprache: Englisch.

Mithilfe der von der EU-Kommission angebotenen Plattform eTwinning, auf der Schulen zu bestimmten Vorhaben untereinander kommunizieren und kooperieren können, boten sich den Schülerinnen und Schüler spannende Lerngemeinschaften. Dementsprechend wurde das Projekt der Limburger Schülerinnen und Schüler auch zum Thema einer Schule aus Nantes in Frankreich, einer Schule in Velp in den Niederlanden und einem Berufskolleg in Ratingen. Insgesamt tauschten sich über die Plattform 91 Schülerinnen und Schüler aus. Für Dr. Schneider ist es wichtig, die Neugier und Freude an internationalen Begegnungen zu entwickeln. „Gerade in den heutigen politisch unruhigen Zeiten in Europa und der Welt gilt es, Offenheit und Toleranz in Bezug auf Sprache und Kultur zu fördern“.

Alternativen zum Plastik möglich

„Immer wieder stand im Mittelpunkt der Diskussionen die Plastikflasche“, berichtet eine Schülerin. „Wir sollten uns aber zunehmend vor Augen führen, in welchen zahlreichen Varianten Plastik existiert.“ Plastik ist günstiger als andere Materialien. Holz zum Beispiel ist teuer, aber umweltbewusster, so eine Erkenntnis des Projekts. Zwar müssen für die Holzverarbeitung viele Bäume gefällt werden, aber dennoch gibt es hier genügend Ressourcen. Eine Alternative zum Plastik könne die Umstellung auf Bambus sein. Für die Schülerinnen und Schüler steht fest: „Jeder soll sich beim Einkaufen im Klaren sein, ob jede Ware unbedingt eine Plastikverpackung braucht.“ Ebenso gelte es den Müll vernünftig zu entsorgen.

Plastik im Magen von Tier und Mensch

Spätestens seit der Diskussion um die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik kommt das Thema immer mehr in das Bewusstsein der Menschen. Nicht nur die bekannten Bilder von verstorben Walen mit bis zum 40 kg Plastikmüll im Magen vor den Küsten Europas oder den Philippinen seien erschreckend. Eben auch, dass die Menschheit das Mikroplastik über das Essen von zum Beispiel Fischen aufnimmt und der Müll letzten Endes in unserem Körper auftaucht und dort auch bleibt.

Aufgeteilt in sechs Gruppen präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Projektes ihre Ergebnisse interessierten Klassen der Peter-Paul-Cahensly-Schule. Die Präsentationen fanden in englischer Sprache statt, wodurch nicht nur die politische Fachsprache gefördert wurde, sondern eben auch das Präsentieren vor unbekannten Gruppen. Dies ist schließlich ein wesentlicher Ausbildungsbestandheilt im Fremdsprachensekretariat an der Peter-Paul-Cahensly-Schule.

Für die Zuhörerinnen und Zuhörer war es nicht nur beeindruckend zu sehen, wie sich der zunehmende Plastikverbrauch auf die Umwelt, die Tiere und den Menschen auswirkt, sondern mit wie viel Engagement die einzelnen Präsentationen vorgetragen wurden.

Um der Passivität der Zuhörenden entgegenzuwirken und sich mit dem Thema mehr zu beschäftigen, konnten mithilfe von Tablets Quizfragen zum Thema der Entstehung und Vermeidung von Plastikmüll beantwortet werden. Daneben war der Präsentationsraum interessant mit zahlreichen Formen und Ausgestaltungen von Plastik dekoriert.