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12.09.2018 18:29 Alter: 69 days
Kategorie: BG

Produktion praxisnah bei Opel erleben und den Arbeitern über die Schulter schaun.

Der 12er Bili-Kurs besuchte Opel und erlebte die Autoproduktion von Insignia und Zafira.


Wir hatten die Chance, eine etwa zweistündige Tour durch das Automobilwerk am Opel Stammsitz Rüsselsheim zu erleben. Wir nutzten die Möglichkeit den Menschen, die Fahrzeuge bauen, über die Schulter zu schauen. Wir erlebten moderne Maschinen- und Robotertechnologie sowie faszinierende Produktionsabläufe.

Die Werkstour startete am Adam Opel Haus und beinhaltete folgende Stationen:

1. Oldtimer-Werkstatt:
die Historie - Hier erfuhren wir, dass Adam Opel mit der Produktion von Nähmaschinen in Omas Scheune anfing, dass er auch Fahrräder produzierte und erst später mit der Autoproduktion begann. Wir sahen die ersten Autos, alle in Handarbeit erstellt und so teuer wie heute ein Flugzeug. Da ist es kein Wunder, dass einer der Oldtimer als 'Doktorauto' bezeichnet wurde. Das Raketenauto faszinierte uns - wer kann sich schon vorstellen mit über 100 kg Sprengstoff im Rücken Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Der vergoldete zweimillionste Opel Kadett musste für das Klassenfoto herhalten.


2. Presswerk: die Entstehung der Form - Hier sahen wir 15 Tonnen schwere Blechrollen und Pressen so groß wie Mehrfamilienhäuser. Zunächst werden Platinen aus verzinkten Blechen gestanzt. Das sind die flachen Rohlinge, aus denen die Pressen dann Autoteile formen. Es ist laut und sehr beeindruckend. Menschen sieht man nicht so viele. Sie kontrollieren und sorgen dafür, dass die Teile an die richtige Stelle weitertransportiert werden.


3. Rohkarosseriebau: der Roboterpark - Arbeiten, die bei Henry Ford von Menschen erledigt wurden, werden heute von Robotern von KUKA und einer japanischen Firma übernommen. Leider hatten die Opel Mitarbeiter gerade eine Informationsveranstaltung. Deshalb sahen wir zwar die Roboter, aber wir konnten sie nicht in Aktion sehen. Man sieht sie zwar immer seltener, aber ohne Menschen können Roboter nicht produzieren.


4. Fertig- und Endmontage: die Hochzeit - Hochzeit ist die Zusammenführung von Motorblock und Chassi - und das konnten wir miterleben. Just in time ist ein großes Thema in der Endmontage. Die Produktionshalle ist gebaut wie eine Hand, an der viele Andockstationen sind. Lastwagen docken hier an und liefern Autoteile genau zur rechten Zeit, am rechten Ort in der richtigen Reihenfolge. Als wir dort waren, wurden gerade vordere und hintere Stoßstangen geliefert. Die ersten Teile waren weiß und oh Wunder, das nächste Auto auf dem Band war auch weiß. Dann kam ein rotes Auto und - Magic - die nächsten Teile auf dem Auto waren rot. Logistik ist hier ein großes Thema.



Wir möchten Frau Irina Scherer nochmals für die schöne Führung danken.







Als zweimillionster Opel verliess er - mit reichlich Goldschmuck versehen - die Rüsselsheimer Werkshallen. Alles was - innen wie aussen - normalerweise verchromt war,
wurde hier 24 Karat vergoldet. Auch die Lackierung und Polsterung wurde speziell für dieses Modell gefertigt.

Raketenauto oder Raketenwagen ist die Bezeichnung eines mit einem Raketentriebwerk angetriebenen Landfahrzeugs. Raketenautos werden nur für die Erreichung von Geschwindigkeitsrekorden entwickelt und gebaut. Ende Mai 1928 erreichte Fritz von Opel im RAK 2 auf der Berliner AVUS eine maximale Geschwindigkeit von 238 km/h.