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30.01.2018 19:59 Alter: 23 days
Kategorie: BG

Besuch des Kernforschungszentrums CERN in Genf (Schweiz)

Vom 17.01.2018 bis 19.01.2018 besuchten 13 Schülerinnen und Schüler des Physik-Leistungskurses der BG 13 der Peter-Paul-Cahensly Schule das europäische Kernforschungszentrum CERN (Conseil Européenpour la Recherche Nucléaire)in Genf.


Am frühen Mittwochmorgen ging es mit dem ICE von Limburg Süd nach Genf, wo der verbleibende Tag von den Schülerinnen und Schülern zur Erkundung der Altstadt genutzt wurde. Nach einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen ging es mit der Straßenbahn in das 20-Minuten entfernte Meyrin (Kanton Genf).

Dort befindet sich die 1954 gegründete europäische Organisation für Kernforschung (CERN). CERN ist das weltweit größte Forschungszentrum für Teilchenphysik. Es vereint mehr als 10000 Wissenschaftler aus 100 Ländern und sucht nach Antworten auf grundlegende Fragen des Universums: Woraus besteht es? Wie hat es sich entwickelt? Nach der Ankunft am CERN besuchten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Ausstellung „Microcosm“. Sie beschäftigt sich mit den Rätseln des Universums und den Technologien des CERN. Gezeigt und erklärt werden die Installationen, mit denen die Physiker ihre Forschungen betreiben. Anschließend begann die dreieinhalbstündige Führung unter der Leitung eines Physikers. Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler in einer Power-Point-Präsentation allgemeine Informationen über das Arbeiten und Leben am CERN. Danach folgte eine Busfahrt über das schweizer-französische Gelände.Der physikalische Mitarbeiter zeigte u. a. den Kontrollraum sowie das Modell eines Teilchenbeschleunigers und erläuterte auf eine außerordentlich interessante und spannende Art und Weise, welche physikalischen Denk- und Arbeitsweisen am CERN ablaufen und welche Technologien dahinter stecken. Die Physiker am CERN untersuchen Materie mit Hilfe von mehreren, miteinander gekoppelten Teilchenbeschleunigern. Wenn beschleunigte Teilchen aufeinander oder auf ruhende Materie treffen, so entsteht eine ähnlich hohe Energiekonzentration, wie während der ersten Augenblicke des Universums. Teilchenbeschleuniger benutzen starke elektrische Felder, um Energie auf die Teilchenstrahlen zu übertragen, sowie magnetische Felder, um die Teilchen auf einer Kreisbahn zu halten. Am CERN steht der weltweit größte und leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger, der LHC (Large-Hadron-Collider). Er befindet sich in einem 100 Meter unter der Erde liegenden ringförmigen Tunnel mit 27 Kilometer Umfang. Mit seiner Hilfe wollen Wissenschaftler in den nächsten Jahren grundlegende Erkenntnisse über unsere Welt und ihren Ursprung gewinnen, sowie eine Vielzahl neuer theoretischer Hypothesen überprüfen.Verschiedene Detektoren (z.B. ATLAS, CMS, ALICE und LHCb)registrieren, was geschieht, wenn energiereiche Teilchen zusammenstoßen und dabei neue Teilchen entstehen.

Nach der Führung traten die Schülerinnen und Schüler über Nacht die Heimreise an, so dass sie am Freitagmorgen in Limburg Süd ankamen. Zusammenfassend war es eine überaus interessante, lohnenswerte und lehrreiche Exkursion, die den Schülerinnen und Schülern einen „Blick über den Tellerrand“ ermöglichte. Neben dem Festigen bereits vorhandener Kompetenzen und dem Erlangen neuer physikalischer Erkenntnisse, konnten sie auch Einblicke in aktuelle Forschungen an vorderster Front der Wissenschaft gewinnen.