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27.11.2017 15:24 Alter: 14 days
Kategorie: Schule allgemein Schule allgemein

Zeitzeugenbegegnung an der PPC:

Holocaust-Überlebende schildern Schülerinnen und Schülern des BG 11 ihr Schicksal durch das NS-Regime


„Fragt uns, wir sind die letzten…“ Mit diesem eindrücklichen Satz wurden die Tage der Zeitzeugenbegegnung für die Limburger Schulen, organisiert vom Religionspädagogischen Amt Limburg, überschrieben. Diese Überschrift machte die Besonderheit des Nachmittags in der PPC am 13.11.17 deutlich: Die Begegnung mit dem Auschwitz-Überlebenden Ignacy Golik und Henriette Kretz, welche in einem ukrainischen Ghetto leben musste und fast ihre ganze Familie durch die Nationalsozialisten verlor, war nichts Alltägliches. Offen und ehrlich berichteten sie ihre Erlebnisse während der NS-Diktatur und betonten immer wieder, dass sie es als ihre Aufgabe sehen, den jüngeren Generationen davon zu berichten. „Wir sind alt“, sagte Kretz, „ aber ihr seid jung. Sorgt dafür, dass niemand mehr unser Schicksal erleiden muss!“ Mit diesem eindringlichen Appell wandte sich Kretz an die Schülerinnen und Schüler und sensibilisierte sie für die neusten politischen Entwicklungen in Europa. So wurde den Zuhörern deutlich, dass die Lebensgeschichte der beiden nicht zwangsläufig vergangen bleiben muss, sondern ihr Schicksal sich schlimmstenfalls in ähnlich tragischer Weise heute noch wiederholen könnte. Die beiden Zeitzeugen nahmen sich für die Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern viel Zeit und getreu nach dem Motto der Tage der Zeitzeugenbegegnungen blieben sie auch gerne länger, als es der straffe Terminplan eigentlich zuließ, um als letzte Zeugen dieser Zeit die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten. Für diesen besonderen, nicht alltäglichen Nachmittag danken wir Frau Kretz, Herrn Golik und dem Organisator Herrn Dr. Fachinger sehr herzlich!

(Foto: H. Kunrath; Text: D. Novian)