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20.04.2017 08:56 Alter: 157 days
Kategorie: BG

"Die Volatilität der Rohstoffmärkte, Risiken und Chancen für Nahrungsmittelkonzerne

Am 15. März fand der in der Aula der PPC Limburg der diesjährige Cahensly-Abend zu dem anspruchsvollen Thema "Die Volatilität der Rohstoffmärkte, Risiken und Chancen für Nahrungsmittelkonzerne", statt.


Nach der Begrüßung der ca. 220 Anwesenden durch den stellvertretenden Schulleiter Herrn Winkler, der auch zahlreiche Ehrengäste der Veranstaltungsreihe begrüßen durfte, stellte die Abteilungsleiterin Frau Schneider-Staiger den Referenten des Abends Herr Roger-Marc Lebreton, den ehemaligen Chefrohstoffhändler und Geschäftsführer der  Firma Taloca aus Zug/Schweiz vor.

Herr Lebreton zeigte den anwesenden Schülern der Jahrgangsstufe 12, Alumni, Lehrern, Eltern und Ehrengästen die weltweiten Probleme in der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln auf, da diese auf Grund ihrer Volatilität großen Preisschwankungen unterliegen. Dazu führte H. Lebreton aus, dass bevor ein Gramm Kaffee in unseren Kaffeemaschinen landet, dieser Kaffee mindestens 15-20 mal gehandelt, d.h. an den weltweiten Rohstoffbörsen gekauft und verkauft wurde!  Er erklärte uns diese komplexe und auch recht schwierige Materie der großen Preisschwankungen im Nahrungsmittelbereich in seiner klaren und strukturierten Art. Herr Lebreton erklärte anhand von Schaubildern und vielen praktischen Beispielen wie Nahrungsmittel zum Spielball von Spekulanten weltweit werden und wie wichtig es ist diese Volatilität, die natürlich auch durch externe Faktoren wie Wetterphänomene und Missernten beeinflusst wird, mit Hilfe von Optionsgeschäften abzusichern. Häufig wird aber auch der Anbau von Nahrungsmitteln weltweit durch den irrsinnigen Anbau von Konkurrenzprodukten wie Palmöl und Zuckerrohr für die Eneregiewirtschaft beeinträchtigt oder sogar verdrängt! Wichtig auch das Beispiel des Kaffeemarktes, das deutlich machte, dass von dem Preis von einer Tasse Kaffee im Restaurant nur etwa 1 % beim tatsächlichen Produzenten, dem Kaffeebauer z.B. in Mittelamerika ankommt. Deshalb war es für H. Lebreton in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer auch wichtig, Projekte wie "Coffee made happy" zu initiieren, die auf fair gehandelten Systemen basieren und den Anbau von Nahrungsmitteln besser entlohnen! Trotz der Seriösität des Themas konnte H. Lebreton in seiner leidenschaftlichen und humorvollen Art bis zum Schluß seiner Präsentation auf gespannte Zuhörer bauen und nachdem im Anschluß daran noch etliche Fragen im Plenum geklärt wurden, gab es abschließend Zeit für persönliche Gespräche und einen Umtrunk mit Salzgebäck.